Roadblocker – frameless

Die Idee hinter Roadblocker

Offen bleiben.
Nicht unberührt.

Warum ich diese Motive mache.

Mich beschäftigt, wie leicht wir uns an Dinge gewöhnen, die uns eigentlich beunruhigen sollten. An Kriege, die als notwendig bezeichnet werden. An eigene Interessen, für die der Frieden aufs Spiel gesetzt wird. Und an einen Feed, der immer weiterläuft.

Mit Roadblocker möchte ich diese Gewöhnung kurz unterbrechen. Vielleicht bleibt jemand an einem Bild hängen und fragt: „Was ist damit gemeint?“ Vielleicht entsteht daraus ein Gespräch, das sonst nicht stattgefunden hätte.

Offen zu sein ist mir dabei wichtiger, als einfach anders zu sein. Für mich heißt das: anderen Menschen zuhören, eigene Überzeugungen prüfen und Fragen nicht sofort mit einer fertigen Meinung zumachen. Ich möchte trotzdem zeigen können, was mir Sorgen macht.

Die Motive dürfen deshalb provozieren. Wer eine Friedenstaube ins Fadenkreuz setzt, zeigt eine Bedrohung. Jemand nimmt den Frieden für seine eigenen Interessen ins Visier. Wenn sich Stacheldraht in Friedenstauben auflöst, steckt darin die Hoffnung, dass eine Sperre auch friedlich verschwinden kann.

„Still waiting for the next necessary war.“ kommt aus einer anderen Sorge: Eine junge Generation sitzt mitten im Geschehen, ihre Aufmerksamkeit hängt im Feed. Andere erklären den nächsten Krieg für notwendig. „Das betrifft mich nicht“, denkt die Figur. Sie kennt es nicht anders. Genau diese Gewöhnung lässt mich nicht los.

Mich beschäftigt auch, was zwischen Menschen verloren geht. Wir können fast jeden erreichen und gehen uns trotzdem aus dem Weg. Nähe wird umständlich. Misstrauen wirkt vernünftig, wenn hinter jedem freundlichen Angebot das Kleingedruckte warten könnte.

Ich möchte niemandem einreden, er müsse nur naiver werden. Aber ich frage mich, was passiert, wenn Vorsicht irgendwann jede Begegnung ersetzt. Wenn wir erst eine Absicht vermuten und dann vielleicht noch einen Menschen sehen. Wer verdient eigentlich daran, dass wir einander nicht mehr trauen?

Manche Menschen tragen die Motive, um solche Fragen anzustoßen. Andere tragen sie aus Überzeugung, weil sie sich ebenfalls Sorgen um die Gesellschaft machen. Beides gehört für mich zu Roadblocker.

Ich habe mehr Motive im Kopf, als ich gerade umsetzen kann. Sie entstehen aus dem, was mich beschäftigt: Frieden, Aufmerksamkeit, gesellschaftliche Gleichgültigkeit – und die Möglichkeit, etwas in Bewegung zu bringen.

Bleibe neugierig. Be frameless.

Dein Gedanke fehlt noch

Gute Gedanken haben keinen Dresscode.

Ein Bild im Kopf? Ein Satz, der querliegt? Eine Idee für Leetspeak oder Lautschrift? Schick sie mir. Eine Skizze in Worten reicht.

Ich lese die Nachrichten selbst. Nicht jede Idee wird ein Motiv. Aber sie muss auch nicht perfekt sein, bevor du sie abschickst.